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Hier ist ja eine richtig spannende Diskussion im Gange!

*Zu Wassennaar*: Dieses technische Abkommen definiert (1) eine Liste von rein militärischen Gütern (die "Munitions List") und (2) die Dual-Use-Liste. Was genau die Staaten mit diesen Listen machen, steht ihnen frei. Viele Staaten verwenden die Listen jedoch, um im Fall eines UNO-Embargos zu entscheiden, was exportiert werden darf und was nicht. Die Schweizer Gesetzgebung sowohl für Kriegsmaterial wie auch für Dual-Use-Güter (Güterkontrollgesetz) nimmt darauf bezug. Was die Volksinitiative gegen Kriegsmaterial-Exporte fordert, ist dass die Güter welche in einer dieser Listen, der Munitions List, auch dann nicht mehr exportiert werden sollen, wenn kein UNO-Embargo vorliegt.

*Pilatusfliegern im Sudan:* Die PC-7, PC-9 und PC-21 sind alles andere als ein Grenzfall. Diese Flugzeuge wurden einzig für einen militärischen Zweck entwickelt und nur militärisch verwendet. Sie fallen deshalb unter die Munitions List und dürften nicht mehr exportiert werden. (Im Gegensatz z.B. zu den PC-12, die für die zivile Luftfahrt gebaut und zugelassen sind.)

*Verbot des Exportes auch in befreundete demokratische Staaten:* Die USA haben ausgiebig bewiesen, dass auch ein befreundeter, demokratischer Staat in der Lage ist, das humanitäre Völkerrecht und die Menschenrechte auf's massivste zu verletzen. Auch Länder wie Kanada, Dänemark oder die Niederlande sind in Afghanistan in einen bewaffneten Konflikt verwickelt... Noch schlimmer steht es um "befreundete Staaten" wie Saudi-Arabien. Kurzum: Es gibt keine unbedenklichen Waffenexporte.

*Ich halte den Irakfeldzug persönlich für höchst völkerrechtswidrig:* Es besteht kein Zweifel daran, dass der Irak-Krieg völkerrechtswidrig war. Auch der Bundesrat sieht dies nicht anders. Trotzdem wurden vor, nach und selbst während dem Irak-Feldzug Waffen an die USA geliefert. Mehr noch: Es gibt in der Schweiz nicht einmal eine gesetzliche Grundlage, die es verbieten würde, Waffen an Länder zu exportieren, welche das Völkerrecht verletzen.

Darum: Ein beherztes JA am 29. November zur Initive für ein Verbot von Kriegsmaterialexporten!

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