Schweizer Kriegsmaterial- und Rüstungs-Exporte

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Bewaffnungsfähige PC-9 für Südkorea

Güterkategorie: Besondere militärische Güter

Pilatus PC-9. Les Chatfield / Flickr. Via Wikimedia Commons. Typenbild; kein Nachweis der konkreten Lieferung. Lizenzprüfung: 2026-09-26.
Pilatus PC-9.

CC BY 2.0

PC-9 mit Waffenträgern werden an Südkorea exportiert, obwohl sich das Land offiziell noch im Kriegszustand mit Nordkorea befindet.

Auswirkung der vorgeschlagenen KMG-Revision

Aufgrund des neuen Artikels 22b könnte der Bundesrat unter vage formulierten «ausserordentlichen Umständen» von sämtlichen Bewilligungskriterien des Artikels 22a abweichen. Die Öffentlichkeit müsste darüber nicht informiert werden. Der Bundesrat könnte Südkorea durch eine Änderung der Kriegsmaterialverordnung in Anhang 2 aufnehmen. Damit würde das Ausschlusskriterium wegen Beteiligung an einem bewaffneten Konflikt aufgehoben und die Bewilligung zur Regel gemacht. Der Bundesrat könnte eine Bewilligung nur noch in Ausnahmefällen verweigern. Art. 18 Abs. 1 würde Nichtwiederausfuhr-Erklärungen in den allermeisten Fällen abschaffen. Damit könnten Waffen für Südkorea einfach via eine Tochterfirma oder einen Zwischenhänder in einem Drittstaat geliefert werden. Als möglicher Drittstaat kommen die USA in Betracht, die gemäss SIPRI in den letzten Jahren Kriegsmaterial in erheblichen Mengen an Südkorea geliefert haben (10’404 Mio. TIV).

Länder

Konflikte

Zeitraum

1993

Quellen

  • TA, 28.09.1993; LNN, 01.06.1993
  • HandelsZeitung, 22.02.1996, S. 2: Pilatus-Flugzeuge stehen im Mittelpunkt (Richard Gerster und Oscar J. Schwenk)