Schweizer Kriegsmaterial- und Rüstungs-Exporte

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CNC-Drehmaschine für das israelische Technion

Güterkategorie: Dual-Use-Güter (GKG)

Rauch und Feuer an einem Hochhaus in Gaza-Stadt nach einem israelischen Angriff, 07.10.2023. Ali Hamad / APAimages für WAFA; Commons-VRT-Freigabe 2023102210002537. Via Wikimedia Commons. Kontextbild des Gazakriegs; kein Beleg für den Einsatz Schweizer Güter oder eine Verbindung zu diesem Angriff. Lizenzprüfung: 2026-09-26.
Rauch und Feuer an einem Hochhaus in Gaza-Stadt nach einem israelischen Angriff, 07.10.2023.

CC BY-SA 3.0

Schaublin Machines erhielt am 17. April 2024 eine Ausfuhrbewilligung für eine CNC-Drehmaschine im Wert von 381’000 Franken. Als Endempfänger ist Beni Cukurel an der Fakultät für Luft- und Raumfahrttechnik des Technion in Haifa angegeben. Bewilligung 8047223 vom 17. April 2024 erfasst die CNC-Drehmaschine 202TG CNC W25 mit Fanuc-0i-TF-plus-Steuerung für 381’000 Franken. Der Empfänger ist die Beni-Cukurel-Fakultät für Luft- und Raumfahrt des Technion in Haifa. Importeur ist die Technion Research & Development Foundation, Vermittler RM Industrial Services in Or Yehuda. Das Dokument nennt die Kontrollpositionen 2B001.a und 1A001.

Auswirkung der vorgeschlagenen KMG-Revision

Aufgrund des neuen Artikels 22b könnte der Bundesrat unter vage formulierten «ausserordentlichen Umständen» von sämtlichen Bewilligungskriterien des Artikels 22a abweichen. Die Öffentlichkeit müsste darüber nicht informiert werden. Der Bundesrat könnte Israel durch eine Änderung der Kriegsmaterialverordnung in Anhang 2 aufnehmen. Damit würde das Ausschlusskriterium wegen Beteiligung an einem bewaffneten Konflikt aufgehoben und die Bewilligung zur Regel gemacht. Der Bundesrat könnte eine Bewilligung nur noch in Ausnahmefällen verweigern. Art. 18 Abs. 1 würde Nichtwiederausfuhr-Erklärungen in den allermeisten Fällen abschaffen. Damit könnten Waffen für Israel einfach via eine Tochterfirma oder einen Zwischenhänder in einem Drittstaat geliefert werden. Als möglicher Drittstaat kommen die USA in Betracht, die gemäss SIPRI in den letzten Jahren Kriegsmaterial in erheblichen Mengen an Israel geliefert haben (5’009 Mio. TIV).

Länder

Konflikte

Unternehmen

Zeitraum

April 2024

Quellen