Schweizer Kriegsmaterial- und Rüstungs-Exporte

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F-5-Ersatzteile für Hamad trotz Jemenkrieg

Güterkategorie: Kriegsmaterial

Northrop F-5E Tiger II J-3098 im Museum Dübendorf. Ank Kumar, eigene Aufnahme, 13. Dezember 2015. Via Wikimedia Commons. Typenillustration; nicht das im Fall gelieferte Flugzeug. Lizenzprüfung: 26.09.2026.
Northrop F-5E Tiger II J-3098 im Museum Dübendorf.

CC BY-SA 4.0

2018 wurden Teile von F-5-Kampfflugzeugen aus Bahrain in der Schweiz repariert und zurückgeschickt. Der Bundesrat hatte die Rücksendung bewilligt. Die Geschäfte wurden wegen Bahrains Beteiligung am Jemenkrieg kritisiert. Das SECO ging davon aus, dass die betroffenen F-5 dort nicht eingesetzt wurden.

Auswirkung der vorgeschlagenen KMG-Revision

Aufgrund des neuen Artikels 22b könnte der Bundesrat unter vage formulierten «ausserordentlichen Umständen» von sämtlichen Bewilligungskriterien des Artikels 22a abweichen. Die Öffentlichkeit müsste darüber nicht informiert werden. Der Bundesrat könnte Bahrain durch eine Änderung der Kriegsmaterialverordnung in Anhang 2 aufnehmen. Damit würde das Ausschlusskriterium wegen Beteiligung an einem bewaffneten Konflikt aufgehoben und die Bewilligung zur Regel gemacht. Der Bundesrat könnte eine Bewilligung nur noch in Ausnahmefällen verweigern. Art. 18 Abs. 1 würde Nichtwiederausfuhr-Erklärungen in den allermeisten Fällen abschaffen. Damit könnten Waffen für Bahrain einfach via eine Tochterfirma oder einen Zwischenhänder in einem Drittstaat geliefert werden. Als möglicher Drittstaat kommen die USA in Betracht, die gemäss SIPRI in den letzten Jahren Kriegsmaterial in erheblichen Mengen an Bahrain geliefert haben (1’768 Mio. TIV).

Länder

Konflikte

Zeitraum

2018

Quellen

  • SonntagsZeitung, 04.11.2018, S. 7: Nationalräte fordern Waffenexport-Stopp (Adrian Schmid)
  • Berner Zeitung online, 04.11.2018: Schweizer Export von Kriegsmaterial in die Golfregion nimmt stark zu (Adrian Schmid)
  • 20 Minuten online, 04.11.2018: Schweiz liefert Kampfjet-Teile ins Krisengebiet