Schweizer Kriegsmaterial- und Rüstungs-Exporte

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Geplante Cobra-Mörser für Emir Tamim über Finnland

Güterkategorie: Kriegsmaterial

RUAG Cobra, 120-mm-Mörser, 05.02.2015. RUAG Schweiz AG / Wikimedia Commons (VRT-Freigabe). Via Wikimedia Commons. Typenbild; kein Nachweis der konkreten Lieferung. Lizenzprüfung: 2026-09-26.
RUAG Cobra, 120-mm-Mörser, 05.02.2015.

CC BY-SA 3.0

Die RUAG plante, Cobra-Minenwerfer über die finnische Firma Patria nach Katar zu liefern und dort als Bestandteil gepanzerter Fahrzeuge anzubieten. Ein Direktexport war wegen des Jemenkriegs ausgeschlossen. Im September 2018 erklärte die RUAG, das Projekt gestoppt und die Voranfrage beim SECO zurückgezogen zu haben.

Auswirkung der vorgeschlagenen KMG-Revision

Aufgrund des neuen Artikels 22b könnte der Bundesrat unter vage formulierten «ausserordentlichen Umständen» von sämtlichen Bewilligungskriterien des Artikels 22a abweichen. Die Öffentlichkeit müsste darüber nicht informiert werden. Der Bundesrat könnte Katar durch eine Änderung der Kriegsmaterialverordnung in Anhang 2 aufnehmen. Damit würde das Ausschlusskriterium wegen Beteiligung an einem bewaffneten Konflikt aufgehoben und die Bewilligung zur Regel gemacht. Der Bundesrat könnte eine Bewilligung nur noch in Ausnahmefällen verweigern. Art. 18 Abs. 1 würde Nichtwiederausfuhr-Erklärungen in den allermeisten Fällen abschaffen. Damit könnten Waffen für Katar einfach via eine Tochterfirma oder einen Zwischenhänder in einem Drittstaat geliefert werden. Als möglicher Drittstaat kommen die USA in Betracht, die gemäss SIPRI in den letzten Jahren Kriegsmaterial in erheblichen Mengen an Katar geliefert haben (7’741 Mio. TIV).

Länder

Konflikte

Unternehmen

Zeitraum

bis 2018 (Projekt gestoppt)

Quellen