Schweizer Kriegsmaterial- und Rüstungs-Exporte

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Kriegsmaterial für Khalifa bin Zayid trotz Jemenkrieg

Güterkategorie: Kriegsmaterial

2018 wurden Schweizer Kriegsmaterialausfuhren in die Vereinigten Arabischen Emirate im Wert von 9’758’305 Franken erfasst. Die Ausfuhren wurden wegen der Beteiligung der Emirate am Jemenkrieg und früherer Weitergaben Schweizer Waffen an Dritte kritisiert.

Auswirkung der vorgeschlagenen KMG-Revision

Aufgrund des neuen Artikels 22b könnte der Bundesrat unter vage formulierten «ausserordentlichen Umständen» von sämtlichen Bewilligungskriterien des Artikels 22a abweichen. Die Öffentlichkeit müsste darüber nicht informiert werden. Der Bundesrat könnte die Vereinigten Arabischen Emirate durch eine Änderung der Kriegsmaterialverordnung in Anhang 2 aufnehmen. Damit würde das Ausschlusskriterium wegen Beteiligung an einem bewaffneten Konflikt aufgehoben und die Bewilligung zur Regel gemacht. Der Bundesrat könnte eine Bewilligung nur noch in Ausnahmefällen verweigern. Art. 18 Abs. 1 würde Nichtwiederausfuhr-Erklärungen in den allermeisten Fällen abschaffen. Damit könnten Waffen für die Vereinigten Arabischen Emirate einfach via eine Tochterfirma oder einen Zwischenhänder in einem Drittstaat geliefert werden. Als möglicher Drittstaat kommen die USA in Betracht, die gemäss SIPRI in den letzten Jahren Kriegsmaterial in erheblichen Mengen an die Vereinigten Arabischen Emirate geliefert haben (9’818 Mio. TIV).

Länder

Konflikte

Zeitraum

Ausfuhren 2018; Debatte Februar 2019

Quellen