Schweizer Kriegsmaterial- und Rüstungs-Exporte

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RUAG-Simulator für Salmans Nationalgarde

Güterkategorie: Besondere militärische Güter (militärisches Trainingsgerät; Auslandsproduktion)

König Salman bei einem Besuch in Russland, 05.10.2017; Ausschnitt. Präsidialer Presse- und Informationsdienst / www.kremlin.ru. Via Wikimedia Commons. Kontextporträt. Lizenzprüfung: 2026-09-26.
König Salman bei einem Besuch in Russland, 05.10.2017; Ausschnitt.

CC BY 4.0

RUAG France lieferte 2014 einen SOTA-Artilleriesimulator an die französische Défense Conseil International. 2017 trainierten Angehörige der saudischen Nationalgarde an einem solchen System in Draguignan. Die Ausbildung wurde 2021 durch ausgewertete Videoaufnahmen bekannt und im Zusammenhang mit der saudischen Beteiligung am Jemenkrieg kritisiert. Die RUAG bestätigte die Lieferung ihrer französischen Tochter an den französischen Ausbildungsdienstleister.

Auswirkung der vorgeschlagenen KMG-Revision

Aufgrund des neuen Artikels 22b könnte der Bundesrat unter vage formulierten «ausserordentlichen Umständen» von sämtlichen Bewilligungskriterien des Artikels 22a abweichen. Die Öffentlichkeit müsste darüber nicht informiert werden. Der Bundesrat könnte Saudi-Arabien durch eine Änderung der Kriegsmaterialverordnung in Anhang 2 aufnehmen. Damit würde das Ausschlusskriterium wegen Beteiligung an einem bewaffneten Konflikt aufgehoben und die Bewilligung zur Regel gemacht. Der Bundesrat könnte eine Bewilligung nur noch in Ausnahmefällen verweigern. Art. 18 Abs. 1 würde Nichtwiederausfuhr-Erklärungen in den allermeisten Fällen abschaffen. Damit könnten Waffen für Saudi-Arabien einfach via eine Tochterfirma oder einen Zwischenhänder in einem Drittstaat geliefert werden. Als möglicher Drittstaat kommen die USA in Betracht, die gemäss SIPRI in den letzten Jahren Kriegsmaterial in erheblichen Mengen an Saudi-Arabien geliefert haben (24’295 Mio. TIV).

Länder

Konflikte

Unternehmen

Zeitraum

Lieferung 2014; Ausbildung 2017; bekannt geworden 2021

Quellen