Schweizer Kriegsmaterial- und Rüstungs-Exporte

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Schweizer Nukleartechnik für das Apartheidregime

Güterkategorie: Unklar

Rassentrennungsschild am Strand von Muizenberg, Kapstadt, Juni 1985. Ulrich Stelzner (Ullischnulli) / Wikimedia Commons. Via Wikimedia Commons. Kontextbild zur Apartheid; kein Beleg einer Waffenlieferung. Lizenzprüfung: 2026-09-26.
Rassentrennungsschild am Strand von Muizenberg, Kapstadt, Juni 1985.

CC BY-SA 3.0

Sulzer lieferte über seine südafrikanische Tochtergesellschaft Technologie für die Urananreicherung; das 1977 angekündigte Geschäft lag in dreistelliger Millionenhöhe. Später lieferte VAT in Haag SG Aluminium-Vakuumventile für die Anreicherungsanlage. Einzelheiten des Sulzer-Lieferprogramms sind nicht vollständig bekannt. Das Schweizerische Institut für Nuklearforschung in Villigen bildete zwischen 1971 und 1985 südafrikanische Wissenschaftler aus und arbeitete mit ihnen an Beschleunigertechnik und Urananreicherung. Diese Beziehungen standen im Zusammenhang mit dem südafrikanischen Nuklearprogramm, aus dem auch Kernwaffen hervorgingen.

Auswirkung der vorgeschlagenen KMG-Revision

Aufgrund des neuen Artikels 22b könnte der Bundesrat unter vage formulierten «ausserordentlichen Umständen» von sämtlichen Bewilligungskriterien des Artikels 22a abweichen. Die Öffentlichkeit müsste darüber nicht informiert werden. Der Bundesrat könnte Südafrika durch eine Änderung der Kriegsmaterialverordnung in Anhang 2 aufnehmen. Damit würde das Ausschlusskriterium wegen Beteiligung an einem bewaffneten Konflikt aufgehoben und die Bewilligung zur Regel gemacht. Der Bundesrat könnte eine Bewilligung nur noch in Ausnahmefällen verweigern. Art. 18 Abs. 1 würde Nichtwiederausfuhr-Erklärungen in den allermeisten Fällen abschaffen. Damit könnten Waffen für Südafrika einfach via eine Tochterfirma oder einen Zwischenhänder in einem Drittstaat geliefert werden. Als möglicher Drittstaat kommen die Niederlande in Betracht, die gemäss SIPRI in den letzten Jahren Kriegsmaterial in erheblichen Mengen an Südafrika geliefert haben (90 Mio. TIV).

Länder

Konflikte

Unternehmen

Zeitraum

Sulzer-Geschäft ab 1977; spätere VAT-Lieferungen; Forschungskooperation 1971–1985

Quellen